Wenn der Inkasso-Dienst klingelt

Autos, Kleidung, Stereo-Anlagen, Elektrogeräte, Handys jeder Größe, oder eine Reise in die Sonne – die Verlockungen sind groß. Gezahlt werden kann bar, mit Kredit- oder Scheckkarte oder in Raten. „ Doch nicht jeder kommt damit zurecht“ sagt Alfred Arnold vom Inkasso-Büro Arnold aus Goch.

Er weiss wovon er spricht. Bereits seit den 80er Jahren zieht Herr Arnold Forderungen für Handwerker, Unternehmen, Dienstleister o. Privatpersonen ein.
Selbst die öffentliche Hand ist nicht immer ein pünktlicher Zahler, aber Städte und Gemeinden sind nicht nur Schuldner, sie sind auch in der Rolle des Gläubigers und haben die Aufgabe, eigene Forderungen gegenüber Schuldnern zu realisieren.

Dieses eigene Forderungsmanagement der Kommunen kann und muss nach Meinung von Inkasso-Unternehmen verbessert werden, die öffentliche Hand soll das Forderungsmanagement auslagern ! Ein Weg, die Einnahmebasis der Städte und Gemeinden wieder deutlich zu verbessern, ist daher nach Einschätzung des BDIU (Bundesverband der Inkasso-Unternehmen) das Auslagern des Forderungs-managements auf dafür spezialisierte Dienstleister.

Dadurch könnten nicht nur deutliche Kosteneinsparungen erfolgen, ebenso wären für die öffentliche Hand höhere Realisierungsquoten (70 Prozent) denkbar, außerdem eine spürbare Entlastung der Verwaltungs-mitarbeiter (70 Prozent) sowie einen Rückgang der Personalkosten (74 Prozent). Ebenso wird erwartet, dass sich Forderungen deutlich schneller einziehen lassen – und somit die Liquiditätsbasis der Städte und Gemeinden steigern. Insolvenzen steigen weiter.
Es ist schon erstaunlich, wie oft bereits in heutiger Zeit Post von Insolvenzverwalter, oder Schuldnerberatungen eingeht. Darin wird mitgeteilt, dass der Kunde das Insolvenzverfahren anstrebt, oder das Verfahren ist bereits angelaufen. Dann ist die Forderung sehr häufig so gut wie verloren .

Herr Arnold, welche Informationen liegen Ihnen dazu vor.
Arnold: zwar sind die Firmen-Insolvenzen etwas rückläufig, aber bei den Verbraucherinsolvenzen ist kein Ende abzusehen, waren es z.B. im Jahr 2001 insgesamt noch rd. 49.000 Insolvenzen, so sind in 2005 rd. 136.500 Verfahren anhängig gewesen, in 2006 sind es sage und schreibe rd. 150.000, der Forderungsausfall beträgt dabei rd. 38 Mrd. Euro. Bedenklich ist aber, dass rd. 1,2 Millionen Privatleute zudem in diesem Jahr mit einer eidesstattlichen Versicherung ihre Zahlungsunfähigkeit amtlich bekunden.
Jugendliche sind wegen Handy sehr hoch verschuldet immer mehr sind auch Jugendliche von Verschuldung betroffen. Hauptgrund: das Handy. 80 Prozent der Inkasso-Unternehmen können das bestätigen. Über 40 Prozent sagen, dass das Zahlungsverhalten Jugendlicher noch schlechter sei als das von Erwachsenen. Besonders schlecht zahlen Arbeitslose und Jugendliche ohne Lehrstelle.

Herr Arnold, Sie sind Inkassounternehmer, was raten Sie Unternehmen:
Arnold: Unternehmen sollten immer, aber gerade in der heutigen Zeit viel mehr Informationen über ihre Kunden einholen. Gerade bei Neukunden ist hohe Wachsamkeit geboten. Ohne Bonitätsinformationen geht heutzutage nichts mehr. Auch Vermieter von Wohnungen, oder gewerbl. Räumen kennen das Problem der “Mietnomaden“ – (alle Medien berichteten stets darüber) sie ziehen in die Wohnung ein, zahlen keine Miete und müssen dann häufig unter Zahlung von hohen Kosten und über langwierige Räumungsklagen die Wohnung verlassen und der Vermieter bleibt vielfach dann auch noch auf die Kosten sitzen!
Leider gewährt der Gesetzgeber Unternehmen u. Privatpersonen nur wenige Maßnahmen, um sich zu dagegen zu wehren. Ich kann deshalb nur dringend empfehlen: “informieren Sie sich über jeden Ihrer Geschäftspartner“, auch wenn es sich vermeintlich nur um geringe Beträge handelt.

Und wie sieht es mit den offenen Forderungen aus?
Arnold: auch hier ist höchste Wachsamkeit, in Unternehmen muss ein straffes Forderungsmanagement eingeführt sein. Rechnungen sind zeitnah zu schreiben, die Zahlungsüberwachung ist streng zu beachten, jede eintretende Zahlungsverzögerung kann den Bestand des Unternehmens gefährden.

Wie können Sie helfen?
Arnold: als zugelassenes Inkasso-Unternehmen (Inkasso-Unternehmen benötigen zur Berufsausübung eine staatliche Erlaubnis) – rate ich zur Vorsicht: „Russisch Inkasso“ nennen sich Fachleute denn auch jene zwielichtige Form des Geldeintreibens. Deren Methoden lesen sich wie aus dem Katalog der organisierten Kriminalität. Selbst bei Inseraten wird der Schein nur notdürftig gewahrt. „Pfändungen vor Ort, ohne lästigen Schriftverkehr und Zeitverlust“ – „Extrem-Inkasso“ oder „Wenn Ihr Schuldner Geld hat, dann zahlt er jetzt!“ Hier ist bereits Misstrauen angebracht, denn vertrauenswürdige Anbieter geben nie eine hundertprozentige Erfolgsgarantie.

Wenn Inkasso-Beauftrage an der Haustüre klingeln sollte sich dieser z.B. mit einer Ausweis-Karte ausweisen können, das Muster eines Ausweises kann man sich im Internet auf der Seite www.inkasso2000.de ansehen.

Der Ausweis enthält alle notwendigen Daten, die zur Legitimation erforderlich sind. Deshalb empfehle ich: immer Ruhe bewahren, nehmen Sie Ihre Rechte in Anspruch, Inkasso-Unternehmer u. deren Mitarbeiter sind Mittler zwischen ihren Auftraggebern u. deren Kunden. Mit uns kann man reden, mit einer Mahnung nicht!

Wir sind in der Lage, für unsere Auftraggeber den Forderungseinzug aus offenen Rechnungen professionell durchzuführen, in 2-3 Minuten sind sämtliche Daten online vom PC des betreffenden Unternehmens über eine dafür eingerichtete Software an uns übertragen, so geht keine Zeit verloren; ebenso kann man sich ständig im Internet über eine eigene dafür eingerichtete Web-Site über alle Schritte der Verfahren informieren, also täglich 24 Stunden, rund um die Uhr – dieses ist so einfach wie online-Banking!,

Ebenso überwachen wir auch wiederkehrende Leistungen; wie z.B. Mieten (auch im Rahmen einer Hausverwaltung), Beiträge, Zins- u. Tildungsleistungen, oder aber, wir übernehmen die gesamte Forderungsüberwachung der Außenstände.
Wenn gewünscht, selbstverständlich auch das Mahnwesen, so dass der Unternehmer sich auf seine eigentlichen Aufgaben voll und ganz konzentrieren kann.
Ebenso können wir mit den bereits erwähnten Bonitätsinformationen helfen, sind dann Schuldner einmal verzogen, heißt es “suchen“ – bis wir diese wieder gefunden haben .. und wir sind sicher, wir finden jeden, bei uns geht i.d.R. keiner verloren !!
Inkasso ist unser Geschäft ! Ist die Forderung “notleidend” sollten wir – wenn die Forderung nicht bestritten ist, schnellstens eingeschaltet werden, hier ist jede Minute kostbar.

Wir bieten somit einen Komplettservice u. optimalen Schutz vor finanziellen Risiken, besonders für Handwerker, kleine u. mittelständische Unternehmen, ebenso für Vermieter, die z.B. einen größeren Wohnungsbestand verwalten, denn gerade dieser Personenkreis wird i.d.R. keine große Verwaltung – auch aus Kostengründen – unterhalten können.

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